Verhalten nach Kontakt mit einer infizierten Person

Die Fallzahlen steigen seit Anfang Oktober auch im Kanton Appenzell I.Rh. stark an. Dies hat zur Folge, dass das Contact Tracing trotz massiver Aufstockung vorübergehend nicht mehr in der Lage ist, alle engen Kontaktpersonen über die nötige Quarantäne zu informieren. Es ist aber weiterhin wichtig, dass die Übertragungsketten unterbrochen werden.

Die zweite Welle hat die Schweiz stark getroffen. Sie muss rasch eingedämmt werden, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitswesens abzuwenden.

In dieser Situation ist es wichtig, dass alle Personen ihre Kontakte auf ein Minimum beschränken. Das Gesundheits- und Sozialdepartement ruft die Bevölkerung auf, die geltenden Massnahmen konsequent umzusetzen - sowohl bei der Arbeit als auch im privaten Rahmen. Nur so können weitere, drastischere Massnahmen verhindert werden.

Quarantäne

Aufgrund der hohen Fallzahlen kann das Contact Tracing derzeit eine lückenlose Nachverfolgung nicht mehr sicherstellen. Seit vergangenem Samstag erhalten vorübergehend nur noch Personen, die mit der infizierten Person im selben Haushalt leben, eine Mitteilung des Contact Tracings. Andere Personen, mit denen ein enger Kontakt bestand, müssen von der positiv getestete Person selbständig über eine mögliche Ansteckung informiert werden. Sobald es die Fallzahlen wieder zulassen, wird das Contact Tracing die Nachverfolgung wieder umfassend betreiben.

Personen, die einen engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten, sollen sich in Quarantäne begeben. Dies gilt auch, wenn keine Anzeichen für eine Ansteckung bestehen. Treten Symptome auf, meldet man sich telefonisch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt.

Erwerbsersatz

Einen Anspruch auf Erwerbsersatz haben diejenigen Personen, die wegen der Quarantäne nicht arbeiten können und eine behördliche oder ärztliche Quarantänebestätigung haben. Voraussetzung ist, dass die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber die erforderliche Anmeldung bei der zuständigen Ausgleichskasse vornimmt. Personen, die sich selber in Quarantäne begeben und daher keine behördliche oder ärztliche Bestätigung haben, müssen stattdessen das Meldeformular unter www.ai.ch/coronavirus ausfüllen und dem Gesundheits- und Sozialdepartement zukommen lassen. Das Formular ist ab Samstag aufgeschaltet. Auch für diese Personen muss die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber eine ordentliche Anmeldung bei der zuständigen Ausgleichskasse vornehmen.

Kantonale Covid-19-Hotline

Seit dem 2. November 2020 betreibt der Kanton Appenzell I.Rh. eine Covid-19-Hotline. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 Uhr bis 11.30 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 071 788 75 57 erreichbar.

Die Hotline steht für Fragen zu Covid-19 zur Verfügung. Bei Fragen, die nicht unmittelbar beantwortet werden können, nimmt die Hotline die Triage vor. Zudem koordiniert die Hotline die Testtermine am Spital Appenzell.

Verlängerung des Corona-Erwerbsersatzes auch für indirekt betroffene Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung

Das Covid-19-Gesetz regelt die Fortführung von Massnahmen zur Entschädigung des Erwerbsausfalls. Folgende Personen, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus eingeschränkt ist, können Corona-Erwerbsersatz beziehen:

  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung
    Neu haben auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.      
         
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot
    Neu haben auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem behördlichen Veranstaltungsverbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.
        
  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse
    Neu haben Personen einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich einschränkt ist und die eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. Die Angaben werden mit Stichproben überprüft.

Personen, die einen Erwerbsausfall erleiden und auf welche die oben aufgeführten Situationen zutreffen, müssen bei ihrer AHV-Ausgleichskasse einen Antrag einreichen. Die entsprechenden Formulare stehen auf den Webseiten der Ausgleichskassen bereit. Die Betroffenen können ihre Anträge ab sofort einreichen, werden aber gebeten, sich bis zur Auszahlung der Leistungen noch zu gedulden.

Information für Arbeitgebende und Selbständigerwerbende im Zusammenhang mit dem Corona-Virus